Katrin Ströbel, Body politics II (2016), Collage,
Zeichnung, Chinatusche

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Räumliche und zeitliche Simultanität von Systemen stehen im Mittelpunkt der grafischen Recherchen von Katrin Ströbel. Zeichensysteme, wie sie etwa in Stadtplänen zu finden sind, bedienen das Bedürfnis nach Verortung und Orientierung und geben in ihrer Ausschnitthaftigkeit Sicherheit. Die Künstlerin hinterfragt mit ihren „Gedankenlandkarten“ diese Konstruktionen und reflektiert das Spannungsfeld objektiver, messbarer Fakten und emotionaler Konnotationen in der Wahrnehmung von Orten. Dabei bedient sie sich der Methode des „Sampling“, arrangiert und kombiniert Strukturen neu, die sie teils direkt auf die Wand zeichnet oder mit Dias projiziert. Die Videoarbeiten zeigen Aspekte, die sich im Kontext von Reisen oder Migration ergeben, Orientierungslosigkeit und die Ambivalenz in der Konfrontation mit Fremdem aber auch Vertrautem.

Spatial and temporal simultaneity of systems are in the focus of the graphic research of Katrin Ströbel. Sign systems, like the ones we can find in maps, satisfy out demands to find orientation and locate ourselves – they give us security by focussing on details. With her mind-maps, the artist questions these constructions and reflects the tension between objective, measurable facts and the emotional perception of a place. To archive this she uses the technique of “sampling”, she rearranges and recombines structures which are directly drawn to walls or projected as slides. Her videos take up aspects, which arise in the context of travelling and migration, such as disorientation and the ambivalence in the confrontation of the strange and the well known.