Gerhard Mantz - Das Risiko
Gerhard Mantz, Das Risiko, 2008, pigmented ink on canvas, 100 x 180 cm

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Auf den ersten Blick scheinen die Bilder von Gerhard Mantz in der Tradition der abendländischen Landschaftsmalerei zu stehen. Bei näherem Hinsehen tritt allerdings ihre formale und kontextuelle Dialektik zu Tage. Die dargestellten Gegenden gründen sich nur scheinbar auf einem Vorbild natürlicher Gegebenheiten. Es sind fiktive Orte, die am Computer aus der Erinnerung an die echte Natur entworfen wurden. Die augenscheinlich vertraute Landschaft enthüllt sich als digitale Konstruktion, die den Betrachter mit dem Künstlichen und Seltsamen konfrontiert. Unregelmäßigkeiten, entweder vom Künstler bewusst eingesetzt oder in Fehlern der Software begründet, verweisen auf den digitalen Code hinter dem Bild. Die Abwesenheit von jedwedem Lebewesen, außer der Flora, erzeugt eine Zeitlosigkeit, die den Betrachter auf seine eigene Begrenztheit und Verletzlichkeit aufmerksam macht.

At the first glance the pictures of Gerhard Mantz seem to stand in the tradition of occidental landscape painting, but at a closer look the formal and contextual dialectic becomes obvious. The depicted scenes are only seemingly derived from nature. The pictures show fictive places that were composed on the computer from recollections of genuine landscapes. The apparently familiar nature and landscape reveals itself as digital construction that confronts the viewer with the artificial and uncanny. Incoherencies, either deliberately included by the artist or through mistakes in the software, hint at the digital code behind the picture. The absence of any form of biological life, except for flora, induces a timelessness that makes the viewers aware of their own limits and vulnerability.